Versorgungssicherheit in einem transformierten Stromsystem mit extremen Anteilen Erneuerbarer Energien und starker Sektorkopplung (VerSEAS)

  • Ansprechperson:

    Dr. Emil Kraft

  • Projektgruppe:

    Energiemärkte und Energiesystemanalyse

  • Förderung:

    Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

  • Projektbeteiligte:

    Technische Universität Dresden, Lehrstuhl für Energiewirtschaft

    Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

    ESA² GmbH, Energy Systems Analysis Associates

  • Starttermin:

    07/2020

  • Endtermin:

    06/2023

VerSEAS

Workshop zur Versorgungssicherheit - Deutschland 2050

26. September 2022 | 9 bis 16 Uhr | Haus der Wirtschaft | Willi-Bleicher-Straße 19 | 70174 Stuttgart

Im Zuge der Energiewende wird die Versorgungssicherheit in Deutschland von verschiedenen Stakeholdern kontrovers diskutiert. Aufgrund des Krieges in der Ukraine steht derzeit die kurzfristige Perspektive im Fokus. Doch aus welchem Blickwinkel schauen politische Entscheidungsträger, Infrastrukturbetreiber, Industrieunternehmen und die Wissenschaft auf die langfristige Versorgungssicherheit im Gas- und Strombereich? Welche Herausforderungen ergeben sich auf dem Entwicklungspfad zu einem klimaneutralen, sicheren und bezahlbaren Energiesystem und wie bereiten sich die Akteure darauf vor?

Wir laden Sie herzlich ein, diesen Fragen im Rahmen eines Workshops zur Versorgungssicherheit am 26. September 2022 in Stuttgart gemeinsam auf den Grund zu gehen. Es erwarten Sie spannende Vorträge aus der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, welche Einblicke in die akteursspezifischen Positionen geben und als Ausgangspunkt für die Diskussion dienen.

Agenda

 

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Die Anzahl der Teilnehmenden ist beschränkt.
Zur Anmeldung senden Sie bitte eine E-Mail an info∂esa2.eu mit folgenden Angaben:

  • Betreff: Anmeldung Workshop Versorgungssicherheit
  • Ihr Name, Vorname
  • Ihre Institution

 

Hintergrund

Das Hauptziel des Forschungsprojekts „VerSEAS“ ist die Untersuchung der Versorgungssicherheit in Deutschland und dessen Nachbarländern bei Einhaltung der Pariser Klimaziele. Um die CO2-Emissionen ausreichend zu reduzieren, sind sehr hohe Anteile Erneuerbarer Energien und gleichzeitig eine starke Sektorkopplung erforderlich. Der Fokus der Analysen liegt dabei zum einen auf den Wechselwirkungen und dem Potential verschiedener Flexibilitätsoptionen und zum anderen auf gegebenenfalls notwendigen Anpassungen des Marktdesigns und der Regulatorik, um dieses Potential zu heben. Bisherige Analysen zur Versorgungssicherheit in Deutschland werden daher um drei wesentliche Punkte ergänzt:

  • Treiber und Auswirkungen der Diffusion und des Einsatzes von PV-Batteriespeichern
  • Einfluss des individuellen Entscheidungsverhaltens von Investoren auf die regionale Verbreitung von Sektorkopplungstechnologien
  • Beitrag der gezielten regionalen Allokation von erzeugungsseitigen Investitionen und des Einsatzes von regionalen Flexibilitäten zur Versorgungssicherheit unter Berücksichtigung des Übertragungsnetzes

Die Analysen sollen auf der datenseitigen Kopplung des Strommarktsimulationsmodells PowerACE, des Lastflussmodells ELMOD sowie der beiden Nachfragemodelle FORECAST und eLOAD basieren, die im Rahmen früherer Forschungsprojekte erarbeitet wurde. Für das aktuelle Forschungsvorhaben soll das Modellportfolio zudem um ein neu zu erstellendes Simulationsmodell für dezentrale Strommärkte erweitert werden. Dieses soll in die bisherige Modellkopplung integriert werden, um die Auswirkungen des flächendeckenden Rollouts dezentraler Märkte auf den zentralen Strommarkt zu untersuchen.

Die Arbeiten am IIP dienen dazu, in einem gekoppelten Strommarkt mit unterschiedlichen Marktdesigns die Auswirkungen einzelwirtschaftlicher Investitionsentscheidungen verschiedener Akteure auf die Versorgungssicherheit zu bewerten. Hierfür wird das bestehende agentenbasierte Strommarktmodell PowerACE hinsichtlich verschiedener Aspekte weiterentwickelt.