URBAN - CO2-reduzierter Beton durch Upcycling von Reststoffen aus der Betonaufbereitung und CCU

  • Ansprechperson:

    Dr.-Ing. Rebekka Volk

    M.Sc. Antonia Frank

  • Projektgruppe:

    Projekt- und Ressourcenmanagement in der bebauten Umwelt

  • Förderung:

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Förderkennzeichen: 03EE5130C

  • Projektbeteiligte:

    KIT/ITC Institut für Technische Chemie

    Leibniz Universität Hannover, Institut für Baustoffe (IFB)

    Sika Deutschland (GmbH)

    EHL-Standort Kruft, EHL AG, Pflastersteine, Betonstufen, Palisaden

    Holcim Deutschland Zementwert Höver

     

  • Starttermin:

    11/2022

  • Endtermin:

    10/2025

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist es, einen stark CO2-reduzierten, hochwertigen und ressourceneffizienten Betonkreislauf für Altbeton zu entwickeln. Dazu wird erstmals ein belitbasierter Portlandzementklinker (RC-Klinker) mit geringem CO2-Fußabdruck aus Betonbrechsand hergestellt. Freigesetztes CO2 kann konzentriert abgeschieden und entweder für die technische Karbonatisierung von mechanisch aufbereitetem Betonbruch als Ersatz für Zement oder für die Karbonatisierung von groben RC-Gesteinskörnungen (CCU) mit einem neuen Verfahren auf Basis eines Druckautoklaven verwendet werden.

Recycelte Zemente mit einem stark reduzierten CO2-Fußabdruck werden aus recycelten Ziegeln, Portlandzementklinker und technisch kohlensäurehaltigem Schottersand sowie anderen Ersatzstoffen formuliert. Um den Einsatz in der Produktion zu ermöglichen, werden Rezepturen für RC2-Betone auf Basis angepasster Fließmittel und Beschleunigersysteme aus recyceltem Zement und recyceltem Zuschlagstoff entwickelt. Am Ende des Projektes werden Anlagenversuche durchgeführt, um den hochwertigen Betonkreislauf am Beispiel von Betonprodukten und Betonfertigteilen zu demonstrieren.

Der Forschungsansatz wird für unterschiedliche Anlagengrößen und Standorte über den gesamten Lebenszyklus technisch, ökonomisch und ökologisch bewertet und mit dem Stand der Technik verglichen. Ziel ist es, die kumulierten CO2-Emissionen von RC2-Beton im Vergleich zu herkömmlichem Recyclingbeton um mindestens 40 % zu reduzieren.

Darüber hinaus werden regulatorische Randbedingungen (z.B. Recycling-Baustoffverordnung, DIN-EN 197-1, rechtliche Einordnung einer Anlage zur Klinkerherstellung) untersucht, um Hemmnisse bei der Umsetzung von zentralen oder dezentralen Konzepten zu identifizieren.

 

Brennofen der Zementproduktion bei HOLCIM in Höver