Nationale und internationale Regulierung des chemischen Recyclings: Vereinbarkeit und Regelungslücken in Europa
- Forschungsthema:Nationale und internationale Regulierung des chemischen Recyclings: Vereinbarkeit und Regelungslücken in Europa
- Typ:Masterarbeit
- Datum:ab sofort
- Betreuung:
Teresa Oehlcke
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Masterarbeit
Hintergrund
Chemisches Recycling über Pyrolyse wird zunehmend als Option diskutiert, um gemischte, schwer recycelbare Kunststoffabfälle zu verwerten. Während Systemmodelle zeigen können, wo pyrolysebasierte Kapazitäten aus Klimaschutzperspektive sinnvoll wären, hängt die praktische Umsetzung in Europa oft an der Vereinbarkeit von nationalen Regelungen mit EU- und internationalen Vorgaben: an Definitionen und Anerkennung als Recycling, an Regeln für grenzüberschreitende Verbringungen sowie an politischen Kostensignalen wie Gate Fees, CO₂-Preisen und anderen Förderinstrumenten. Diese Masterarbeit adressiert genau diese „Policy-Gap“ und entwickelt ein Framework, das Konfliktlinien zwischen nationalen Regelungen und internationalen/EU-Regeln systematisiert, ihre Vereinbarkeit bewertet und offene Stellschrauben für eine koordinierte europäische Rollout-Strategie für chemisches Recycling identifiziert.
Inhalte der Arbeit
Ziel ist die Entwicklung eines strukturierenden Policy-Frameworks für die EU, das die zentralen Kompatibilitätsfragen und Hebel zur Koordination für chemisches Recycling herausarbeitet.
- Abgrenzung und Zusammenführung von internationalen/EU-Rahmenregeln vs. nationalen Regelungen.
- Systematische Analyse, wo nationale Regelungen transnationale Wertschöpfungsketten behindern.
- Entwicklung einer Bewertungslogik, mit der nationale Regelungen entlang zentraler Dimensionen systematisch eingeordnet und vergleichbar gemacht werden.
- Konzeption eines Policy-Frameworks für koordinierte EU-Rollouts des chemischen Recyclings
Anforderungen
- Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Chemieingenieurwesen oder vergleichbarer Fachrichtungen mit Interesse an Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Technologien.
- Fähigkeit zur strukturierten Arbeit mit Primärquellen (Regulationstexte, Policy-Papiere) und zur konzeptionellen Framework-Entwicklung.
- Vorteilhaft: Erfahrung mit systematischen Reviews / Policy-Analyse / qualitativen Methoden.
- Bewerbungsunterlagen: aktueller Notenauszug, Lebenslauf, kurzes Motivationsschreiben.