Institut de Production Industrielle (IIP)

Deutsche Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe

Hintergrund

Weltweit steigt die Produktionszahlen für Kunststoffe [1] und damit auch die Abhängigkeit von dem fossilen Primärrohstoff Rohöl und Sekundärkunststoffen. Die Menge an Kunststoffabfällen ist in den letzten Jahren ebenfalls stark gestiegen – in Deutschland insbesondere im Verpackungsbereich [2]. Die deutschen Recyclingzahlen bleiben dabei auf einem konstant niedrigen Niveau [3].

Demgegenüber stehen erhebliche Veränderungen im Markt für Kunststoffabfälle: Veränderte Einfuhrbestimmungen in China beeinflussen Preis-, Angebots- und Nachfragestruktur und Deutschland und die EU fordern weitere Schritte in Richtung einer Kreislaufwirtschaft durch die Verschärfung von politischen Rahmenbedingungen. Die Verschärfung spiegelt sich insbesondere in einer Erhöhung der Recyclingquoten für Kunststoffverpackungen wieder [2].

Das Etablieren einer Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen bietet die Möglichkeit Wettbewerbsfähigkeit und Ressourceneffizienz zu verbessern [4]. Der Endlichkeit der Primärrohstoffe wird begegnet [5] und durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs wird zum Klimaschutz beigetragen [6].

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist es daher, den deutschen Kunststoffkreislauf im aktuellen Status und in seiner Dynamik abzubilden.

Aktuelle politische Rahmenbedingungen und potenzielle Änderungen sollen untersucht und daraus resultieren Handlungsoptionen (Maßnahmen, Spielräume) und Wirkungen im System abgebildet werden. Insbesondere sollen die Handlungsoptionen Vermeidung, Werkstoffliche Verwertung (Erhöhung der Recyclingquote durch verbesserte Sortierung) und Rohstoffliche Verwertung (Einsatz derzeit nicht verwendeter Kunststoffabfallfraktionen als chemische Rohstoffe inkl. Potenzialermittlung) untersucht werden.

Anhand des geplanten nationalen Modells für Deutschland sollen die folgenden gewünschten Wirkungen von Handlungsoptionen untersucht werden können: (1) die Reduktion des Einsatzes fossiler Rohstoffe, (2) die Reduktion von Treibhausgasemissionen und (3) ökonomische Vorteilhaftigkeit gegenüber dem aktuellen Stand.

 

[1] Statista (2018c): Weltweite und europäische Produktionsmenge von Kunststoff in den Jahren von 1950 bis 2016 (in Millionen Tonnen), https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/, basierend auf Daten von PlasticsEurope e.V. und Consultic

[2] Täubner, M. (2018): Die Plastik-Wende - Seit China nicht mehr die Müllkippe der Welt sein will, zeichnet sich in der deutschen Entsorgungswirtschaft ein massiver Umbruch ab. Die Geschichte einer ungeahnten Chance. Text: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reste/die-plastik-wende

[3] Umweltbundesamt (2016): Kunststoffe – Produktion, Verwendung und Verwertung, https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#textpart-1

[4] Plastics Europe (2018): Der Beitrag der Kunststoffe zur Kreislaufwirtschaft, https://www.plasticseurope.org/de/focus-areas/circular-economy)

[5] Leslie et al. (2016): Propelling plastics into the circular economy — weeding out the toxics first, Environment International, Volume 94, September 2016, Pages 230-234, https://doi.org/10.1016/j.envint.2016.05.012

[6] Jacobi et al (2018): Providing an economy-wide monitoring framework for the circular economy in Austria: Status quo and challenges, Resources, Conservation and Recycling, Volume 137, October 2018, Pages 156-166, https://doi.org/10.1016/j.resconrec.2018.05.022

Hintergrund

Bereits abgeschlossene und noch laufende Rückbauprojekte kerntechnischer Anlagen zeigen, dass der Rückbau technisch sicher möglich ist. Die Betreiber kerntechnischer Anlagen sowie verantwortliche Rückbauunternehmen weisen jedoch darauf hin, dass es im Projektmanagement des Rückbaus kerntechnischer Anlagen im Vergleich zur Technik noch erhebliches Optimierungs- und Kosteneinsparpotential gibt. Dies zeigt sich insbesondere in den teilweise extremen Zeit- und Kostenabweichungen von der ursprünglichen Planung aktueller kerntechnischer Rückbauprojekte. Ein wesentlicher Grund für diese Abweichungen liegt darin, dass die Planung kerntechnischer Rückbauprojekte aufgrund geringer Erfahrungswerte und aufgrund des großen Umfangs (viele Rückbauschritte, viele beteiligte Akteure, lange Projektlaufzeit, aufwendige Genehmigungen, komplexe Stoff- und Abfallströme etc.) eine große Herausforderung darstellt. Aktuell existierende Projektplanungswerkzeuge decken die Anforderungen kerntechnischer Rückbauprojekte nicht vollständig ab.

Zielsetzung

Ziel des Projektes ist es daher, den deutschen Kunststoffkreislauf im aktuellen Status und in seiner Dynamik abzubilden.

Aktuelle politische Rahmenbedingungen und potenzielle Änderungen sollen untersucht und daraus resultieren Handlungsoptionen (Maßnahmen, Spielräume) und Wirkungen im System abgebildet werden. Insbesondere sollen die Handlungsoptionen Vermeidung, Werkstoffliche Verwertung (Erhöhung der Recyclingquote durch verbesserte Sortierung) und Rohstoffliche Verwertung (Einsatz derzeit nicht verwendeter Kunststoffabfallfraktionen als chemische Rohstoffe inkl. Potenzialermittlung) untersucht werden.

Anhand des geplanten nationalen Modells für Deutschland sollen die folgenden gewünschten Wirkungen von Handlungsoptionen untersucht werden können: (1) die Reduktion des Einsatzes fossiler Rohstoffe, (2) die Reduktion von Treibhausgasemissionen und (3) ökonomische Vorteilhaftigkeit gegenüber dem aktuellen Stand.

 

[1] Statista (2018c): Weltweite und europäische Produktionsmenge von Kunststoff in den Jahren von 1950 bis 2016 (in Millionen Tonnen), https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/, basierend auf Daten von PlasticsEurope e.V. und Consultic

[2] Täubner, M. (2018): Die Plastik-Wende - Seit China nicht mehr die Müllkippe der Welt sein will, zeichnet sich in der deutschen Entsorgungswirtschaft ein massiver Umbruch ab. Die Geschichte einer ungeahnten Chance. Text: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reste/die-plastik-wende

[3] Umweltbundesamt (2016): Kunststoffe – Produktion, Verwendung und Verwertung, https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#textpart-1

[4] Plastics Europe (2018): Der Beitrag der Kunststoffe zur Kreislaufwirtschaft, https://www.plasticseurope.org/de/focus-areas/circular-economy)

[5] Leslie et al. (2016): Propelling plastics into the circular economy — weeding out the toxics first, Environment International, Volume 94, September 2016, Pages 230-234, https://doi.org/10.1016/j.envint.2016.05.012

[6] Jacobi et al (2018): Providing an economy-wide monitoring framework for the circular economy in Austria: Status quo and challenges, Resources, Conservation and Recycling, Volume 137, October 2018, Pages 156-166, https://doi.org/10.1016/j.resconrec.2018.05.022

Quellen

[1] Statista (2018c): Weltweite und europäische Produktionsmenge von Kunststoff in den Jahren von 1950 bis 2016 (in Millionen Tonnen), https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167099/umfrage/weltproduktion-von-kunststoff-seit-1950/, basierend auf Daten von PlasticsEurope e.V. und Consultic

[2] Täubner, M. (2018): Die Plastik-Wende - Seit China nicht mehr die Müllkippe der Welt sein will, zeichnet sich in der deutschen Entsorgungswirtschaft ein massiver Umbruch ab. Die Geschichte einer ungeahnten Chance. Text: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/reste/die-plastik-wende

[3] Umweltbundesamt (2016): Kunststoffe – Produktion, Verwendung und Verwertung, https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/verwertung-entsorgung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#textpart-1

[4] Plastics Europe (2018): Der Beitrag der Kunststoffe zur Kreislaufwirtschaft, https://www.plasticseurope.org/de/focus-areas/circular-economy)

[5] Leslie et al. (2016): Propelling plastics into the circular economy — weeding out the toxics first, Environment International, Volume 94, September 2016, Pages 230-234, https://doi.org/10.1016/j.envint.2016.05.012

[6] Jacobi et al (2018): Providing an economy-wide monitoring framework for the circular economy in Austria: Status quo and challenges, Resources, Conservation and Recycling, Volume 137, October 2018, Pages 156-166, https://doi.org/10.1016/j.resconrec.2018.05.022