CoBiVal: Cooperation in Bioeconomy Value Chains

  • Ansprechpartner:

    Raphael Heck

    Simon Glöser-Chahoud

    Tobias Zimmer

     

  • Projektgruppe:

    Nachhaltige Wertschöpfungsketten

  • Förderung:

    BMBF

  • Starttermin:

    07.2019

  • Endtermin:

    2022

Trotz technischer Machbarkeit und teilweise positiver Bewertung der Wirtschaftlichkeit werden biobasierte Prozesse und Wertschöpfungsketten nur sehr zögerlich oder gar nicht in die Praxis umgesetzt. Klassische Hemmnisse sind mangelnde Anreize für alle in der Wertschöpfung beteiligten Akteure, ungleiche Risiko- oder Gewinnverteilung, hohe Einstiegskosten oder Pfadabhängigkeiten und mangelnde Flexibilität. Auch die gesellschaftliche Akzeptanz und die allgemeine öffentliche Wahrnehmung gegenüber neuen biobasierten Produkten und Technologien sind von zentraler Bedeutung hinsichtlich der praktischen Umsetzung von Innovationen im Bereich der Bioökonomie. Nicht zuletzt hat jeder Prozess, jeder nachwachsende Rohstoff und jedes Wertschöpfungsnetz technische, ökonomische und gesellschaftliche Spezifika, die es zu berücksichtigen gilt.

Das vorliegende Forschungsvorhaben zielt auf eine systematische Untersuchung und Bewertung biobasierter Wertschöpfungsketten unter Berücksichtigung der Anreize und Hemmnisse aller involvierten Akteure ab. Insbesondere die Verfügbarkeit geeigneter Biomasse in ausreichender Menge und Qualität ist bei der Etablierung innovativer Verwertungspfade von zentraler Bedeutung. Dies setzt neue Kooperationsformen und Geschäftsmodelle zwischen Landwirtschaft und Industrie voraus, die im vorliegenden Projekt systematisch untersucht werden. Hierzu werden sowohl empirische Untersuchungen durch Experteninterviews und Umfragen durchgeführt, als auch Optimierungsansätze und Simulationen unter Berücksichtigung der Entscheidung einzelner Akteure in der Wertschöpfungskette umgesetzt.

Das Ziel des Vorhabens liegt in erster Linie in der Identifikation und Bewertung von Maßnahmen, Konzepten und Geschäftsmodellen mit denen Akteure zur Partizipation an biobasierten Wertschöpfungsketten motiviert werden können um die Bioökonomie als festen Bestandteil einer nachhaltigen Industriegesellschaft zu etablieren.