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Bachelor-/Masterarbeit

Bachelor-/Masterarbeit
Forschungsthema:Die Endlagersuche als Verteilungsproblem beständiger Gefahrengüter – Möglichkeiten der experimentellen und spieltheoretischen Analyse
Typ:Bachelor-/Masterarbeit
Betreuer:

Hanns-Maximilian Schmidt, M. Sc.
hanns-maximilian.schmidt@kit.edu

Bearbeiter:Risikomanagement
Links:Ausschreibung Bachelor-/Masterarbeit

Kurzbeschreibung:

Die jahrzehntelange Nutzung der Nuklearenergie stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor das bis heute ungelöste Problem der Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Entscheider auf allen Ebenen sind angesichts des extremen Planungshorizonts, der Vielzahl der involvierten Gruppen und der technischen Planungsunsicherheit vor eine besondere Herausforderung gestellt. Gleichzeitig birgt aber auch das Ausbleiben einer Entscheidung ein erhebliches Risiko für Gesellschaft und Umwelt. Die Forschungsgruppe Risikomanagement befasst sich in diesem Rahmen mit der experimentellen Analyse der Entscheidungsfindung bei schief verteilten Ereignissen. Ziel ist es, die besonderen Herausforderungen in diesem und ähnlichen Koordinationsproblemen zu identifizieren, zu verstehen und mit geeigneten Methoden abzubilden.

Mögliche Themen sind:

(1) auf Basis der Literatur und eigener Datenrecherchen die Debatte zusammenfassen und einen internationalen Vergleich ziehen: Inwieweit wird die Endlagersuche in den Nachbarländern als Problem wahrgenommen? Welche Akteure und Probleme werden dort als größtes Hindernis für eine gesellschaftsweite Lösung angesehen? Auf welche Faktoren lassen sich erfolgreiche Endlagerlösungen zurückführen, insb. wie wurden die Interessenkonflikte überwunden?
(2) Aufbereitung der theoretischen Grundlagen zu Problemen in der Risikowahrnehmung bei schiefen Verteilungen; für welche Kontexte wurden bislang schief verteilte Verteilungen untersucht? Welche (entscheidungstheoretischen) Modelle existieren bereits zur Beschreibung der Wahrnehmung derartiger Risiken? Inwiefern beeinflusst der extreme Planungshorizont die Entscheidung?
(3) Vergleich ähnlicher Anwendungen in der experimentellen Wirtschaftsforschung: Wie wurden ultralanglebige Investitionsentscheidungen oder sog. Low-frequency-high-severity-Events im Labor umgesetzt? Inwieweit weisen die bislang bestehenden Implementierungen Verbesserungspotential auf?
(4) Design und/oder Implementierung eines eigenen Experiments; Wie lassen sich existierende Ansätze weiter variieren? Welche weiteren Möglichkeiten gibt es, das Problem ins Labor zu bringen?