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Integrated Production and Logistics Planning for B.U.S. Steel Services

Integrated Production and Logistics Planning for B.U.S. Steel Services
Ansprechpartner:

PD Dr. Magnus Fröhling

Förderung:

B.U.S Steel Services GmbH, Duisburg

Starttermin:

2006

Endtermin:

2007

In der Eisen- und Stahlindustrie fallen prozessbedingt große Mengen an Kuppelprodukten an. Bei der sekundären Stahlerzeugung, in der in sog. Elektrolichtbogenöfen (Electric Arc Furnaces, EAFs) aus Stahlschrott Stahl erschmolzen wird, handelt es sich hierbei um ca. 69 Mio. t/a in Europa. 


Europäischer und deutscher Gesetzgebung folgend sind diese Stäube und Schlämme, Schlacken u.ä. Stoffe vorrangig zu verwerten. Hierfür haben sich verschiedene Verwertungsprozesse etabliert. Jedoch stehen diese Verwertungsprozesse unter einem hohen Wettbewerbsdruck, da sie einerseits mit Deponierungsoptionen konkurrieren und andererseits hohe Koks- und Energieverbräuche und CO2-Emissionen aufweisen. Diese Verbräuche werden durch die eingesetzte Mischung der zu verarbeitenden Reststoffe bestimmt. Für die zu verwertenden Mengen fallen zudem Transportkosten von den Anfallstellen zu den Verwertungsstandorten an, die von dem Verwertungsunternehmen zu tragen sind (vgl. Abbildung).

 

Besitzt ein Unternehmen mehrere Verwertungsstandorte, muss, um eine optimale Allokation der anfallenden Stäube zu diesen Standorten vorzunehmen demnach eine integrierte Betrachtung des Transport- und Verwertungsplanungsproblems erfolgen.

Für die Allokation der in verschiedenen Quellen anfallenden zinkhaltigen Reststoffe zu den hierfür zur Verfügung stehenden Verwertungsstandorten wird im Projekt ein Entscheidungsunterstützungswerkzeug entwickelt, das die Transportseite sowie die Verwertungsseite dieses Netzwerkes integriert betrachtet. Hierzu werden mittels Prozesssimulation beschreibende Input-Output-Funktionen für die einzelnen Wälzrohre bestimmt, die in dem entwickelten Modell zur integrierten Transport- und Verwertungsplanung zur stoff- und energie-stromorientierten Berechnung der Kosten- und Erlöskomponenten verwendet werden. Durch die Implementierung in einem Softwaresystem mit einer grafischen Benutzeroberfläche wird ein Tool für den Planungseinsatz im Unternehmen bereitgestellt.