Home | francais  | english  | Impressum | KIT

Entwicklungs- und Demonstrationszentrum "Kreislauffähigkeit neuer Werkstoffe"

Entwicklungs- und Demonstrationszentrum "Kreislauffähigkeit neuer Werkstoffe"
Ansprechpartner:

PD Dr. Magnus Fröhling

Förderung:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn

Förderkennzeichen: 03 N 60136 0

Partner:

Fraunhofer-Institut Chemische Technologie (ICT), Pfinztal
Lehrstuhl für Bauphysik (LBP), ehem. Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde (IKP), Universität Stuttgart

Starttermin:

2000

Endtermin:

2003

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes 'Entwicklungs- und De­mons­tra­tions­zen­trum "Kreislauffähigkeit neuer Werkstoffe"' erarbeitete das IIP gemeinsam mit dem Fraunhofer ICT und dem IKP der Universität Stuttgart Konzepte zur Kreislaufführung neuer Werkstoffe.

Ziel des Projektes war der Aufbau eines Kompetenzzentrums zur Bewertung technischer, ökologischer und ökonomischer Fragestellungen, die das Gebiet der Kreislauffähigkeit neuer Werkstoffe betreffen. Unter dem Begriff 'neue Werkstoffe' sind Materialien zu­sam­mengefasst, die sich im Forschungsstadium oder im Prototypeneinsatz befinden und hinsichtlich ihrer verwendeten Grundstoffe bzw. der Auswahl der Werkstoffkomponenten als Neuentwicklungen oder Verbesserungen gegenüber herkömmlichen Materialien angesehen werden. Das Recycling dieser Werkstoffe ist größtenteils nur unter erheblichen Schwierigkeiten möglich bzw. noch nicht erforscht. Beispiele für Bauteile aus neuen Werkstoffen sind Hybrid- Frontends in Automobilen oder Dünnschicht- Solarzellen.

Aufgabe des 'LOOP' benannten Entwicklungs- und Demonstrationszentrums war die Erarbeitung von Handlungsanweisungen zur kreislaufgerechten Konstruktion, Verwendung und Verwertung von Produkten aus neuen Werkstoffen. Dabei wurde der gesamte Materialfluss von der Herstellungs- bis zur Nachgebrauchsphase in einem ganzheitlichen Ansatz betrachtet. Die Vorgehensweise bestand aus dem Aufzeigen von Optimierungspotenzialen im Labormaßstab und dem anschließenden Ergebnistransfer in die industrielle Praxis.

Zur Realisierung des ganzheitlichen Ansatzes waren die teilnehmenden Institute mit foldenden Arbeitsschwerpunkten beteiligt:

  •  Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP), Universität Karlsruhe (TH): Ökonomische Bewertung von Kreislaufführungskonzepten (z.B. durch stoffflussorientierte Planung von Kreislaufwirtschaftskonzepten und Demontageprozessen, Konzeption und Bewertung industrieller Stoffstromnetzwerke, lebenszyklusorientierte Kos­ten­rech­nung)
  • Fraunhofer- Institut Chemische Technologie (ICT): Untersuchung und Bewertung der technischen Durchführbarkeit der Kreislaufführungskonzepten (z.B. durch Aufbereitungs- und Verarbeitungsverfahren, Werkstoff-/ Bauteilprüfung, Lebens­dau­er­vor­her­sa­gen)
  • Institut für Kunststoffprüfung und Kunststoffkunde (IKP), Universität Stuttgart: Ganzheitliche Bilanzierung von Stoffströmen (z.B. durch Software und Datenbanken zur Ganzheitlichen Bilanzierung, umweltgerechte Produktgestaltung, Bewertung von Recyclingoptionen)


Seit Projektende führen die drei Forschungsinstitute das Entwicklungs- und Demonstrationszentrum als Kooperation mit Sitz am Fraunhofer-Institut Chemische Technologie fort.

 

Projektbericht

Der Abschlußbericht ist bei der Technische Informationsbibliothek Hannover als PDF verfügbar

Weitere Informationen

Internetseite des Projektes: www.werkstoffkreislauf.de